Die erweiterte Orgel in der Andreaskirche in München (Fürstenried)

36 Jahre vergingen, bis die Orgel der Andreaskirche in München-Fürstenried vollständig ausgebaut werden konnte. Im Jahr 1967 wurden von den drei geplanten Manualwerken lediglich zwei mit Pfeifen besetzt, das dritte blieb unvollendet. Nachdem bereits im Jahr 1999 das Schwellwerk ausgereinigt, instand gesetzt und klanglich verändert worden war, erfolgte im Jahr 2003 die Erweiterung der Orgel um das noch fehlende Teilwerk. Man entschloss sich, anstelle des vorgesehenen Rückpositivs ein schwellbares Positiv ins rechte Untergehäuse einzubauen. Im Rahmen der umfassenden Orgelbaumaßnahme erhielt das Hauptwerk eine Quinte 2 2/3' und im Pedal wurde Disposition grundlegend verändert.

Andreaskirche

Ein Ziel des klanglichen Umbaus war, die aliquotlosen Manualwerke um entsprechende Pfeifenreihen zu ergänzen. So erhielt das Schwellwerk eine Quinte 1 1/3, das Hauptwerk das prinzipalische 2 2/3'-Register und im neuen Positiv stehen Nasat und Terz. Zu den beiden vorhandenen Zungen im Hauptwerk und Brustwerk kamen die Posaune 16' im Pedal und die Oboe im neu eingebauten Teilwerk. Im Pedal trat neben den einzigen labialen 8' die Spitzflöte.

Dem hauptberuflichen Organisten, KMD Michael Grill, steht damit ein adäquates, gut klingendes Instrument zur Verfügung. Mit der von der Erbauerfirma unter dem neuen Inhaber Karl Göckel durchgeführten Orgelbaumaßnahme konnte der instrumentale Torso ergänzt und abgerundet werden.

Matthias Nägele